RENSCHLER INSTRUMENTS


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Bedienungsanleitung SOLARIO

Das Solario ist ein akustisches Variometer, welches durch eine gepufferte Solarzelle versorgt wird (keine Batterien oder Akkus). Es eignet sich daher als optimales Reservevario oder zusammen mit einer Höhenmesseruhr als preiswerte und zuverlässige Minimalinstrumentierung. Dank Einsatz neuster Bauelemente wurde die Stromaufnahme soweit reduziert, daß eine Solarversorgung möglich ist und das bei einer Größe einer Streichholzschachtel.


Solario Benutzerhinweise:

Trotz der Einfachheit des Instrumentes möchten wir folgende Hinweise mitteilen.

1.) Das Solario so lang wie möglich im Freien der Sonne aussetzen. Drachenflieger sollten vor dem Aufbauen das Solario in die Sonne legen. Gleitschirmflieger möglichst vor dem Auslegen des Schirmes. Die Wartezeit bis zum Einsetzen der Thermik sollte ebenfalls zum Laden genutzt werden.Bei voller Sonneneinstrahlung ist das Solario schon nach 45 Sekunden betriebsbereit. Diese Zeit kann sich aber auf ein paar Minuten erhöhen, wenn es bewölkt ist.

2.) Das Solario ca. 1 Minute vor dem Start einschalten, damit es empfindlich auf Steigen ist. Es benötigt ca. 30 - 60 Sekunden nach dem Einschalten um betriebsbereit zu sein.

3.) Sollte das Solario nach dem Einschalten nicht piepsen oder anfangen wild umherzupiepsen, dann ist das Licht zu schwach. Man sollte es dann ausgeschaltet in die Sonne legen und aufladen.

4.) Um dem Benutzer mitzuteilen, daß das Licht zu schwach ist, fängt das Solario ca. 1 Minute bevor es automatisch die Akustik abschaltet an wild umherzupiepsen. Man sollte es dann ausschalten, damit der Pufferkondensator sich nicht weiter entlädt. Man kann diesen Betriebszustand auch dadurch erkennen, wenn man mit der Hand die Solarzelle abschattet. Reagiert die Akustik auf die Abschattung, dann ist der Goldkondensator in der Nähe der Minimalspannung.

5.) Das Solario nach Gebrauch immer ausschalten. Damit verkürzt sich die Ladezeit beim nächsten einschalten.


Solario technische Details :

Wichtigstes Designziel war, daß das Solario immer dann funktioniert, wenn es so hell ist, daß man auch mit Thermik rechnen kann. Um die Abendthermik bei stark entwickelter Bewölkung und Sonne hinterm Berg nutzen zu können, wurde ein ausreichend großer Pufferkondensator eingebaut. Bei voller Sonneneinstrahlung liefert die Solarzelle ca. 40 mal mehr Strom wie die Elektronik verbraucht. Diese Energie wird gespeichert und steht dann abends für Thermikflüge zur Verfügung. Ein vollgeladener Pufferkondensator ermöglicht bei Dunkelheit ca. 45 Minuten Betrieb.

Ausreichend Lichtstärke hat es fast immer im Freien. Zu Demonstrationszwecken innerhalb eines Gebäudes sollte man das Solario vorher an einer Lampe im Abstand von wenigen Zentimetern ca. 1 Minute lang im ausgeschalteten Zustand laden.

Beim Einschalten hört man den Sinkton ansteigen. Je nach Schalterstellung der Sinktonansprechschwelle geht dieser nach ca. 10 - 60 Sekunden aus. Dies ergibt sich aus einem internen Ladevorgang, welcher nach ca. 1 Minute abgeschlossen ist. Erst dann hat das Solario die volle Ansprechempfindlichkeit fürs Steigen. Wenn man demonstrieren möchte, wie empfindlich das Solario im Fluge anspricht, dann sollte man nach dem Einschalten noch mindestens 1 Minute warten, bis der interne Ladevorgang vollständig abgeschlossen ist.


Solario Montage:

Das Solario wird an dem mitgelieferten Klettpunkt gehalten. Der Klettpunkt wird in Ohrnähe am Helm aufgeklebt. Darüberhinaus besteht die Möglichkeit das Solario zusätzlich an einer Gehäuseöse zu sichern. Man sollte bei zusätzlicher Sicherung immer darauf achten, daß diese so erfolgt, daß man nirgends hängenbleiben kann. Gleitschirmflieger können das Solario auch am Tragegurt befestigen.

Die Beeinflußung durch Kopfbewegung ist am minimalsten, wenn man das Solario hinten mittig am Helm befestigt.


Solario Einstellmöglichkeiten:

Neben dem Ein/Ausschalter kann man an der Unterseite an einem Drehschalter 16 unterschiedliche Funktionsweisen einstellen. Die verschiedenen Funktionsweisen sind auch auf der Unterseite des Solarios aufgedruckt.

Man kann einstellen, ob der Sinkton

a.) sofort

b.) bei ca. 1.0 m/s (Eigensinken)

c.) bei ca. 3.0 m/s (Sinkalarm)

d.) oder bei ca 3.5 m/s (Sinkalarm) einsetzt.

Die Lautstärke ist in 4 Stufen (leise, mittel, laut und schwerhörig) verstellbar. Die leise und mittlere Stufe ist für die Helmmontage, die laute Stufe für Schwerhörige oder Montage am Fluggerät oder Arm gedacht.

Bei der lauten und extralauten Stellung ( größer 8) kann man hören, wenn die Solarspannung nachläßt. Dies hat folgende Ursache: In den lauten Stufen ist die Piepsspannung auf 3.7 oder 5 Volt eingestellt. Wenn die Solarspannung diese jedoch noch nicht erreicht hat, dann wird mit der maximalen Solarspannung gepiepst. Da das Instrument ab 2.7 V Solarspannung funktioniert, ist die Lauststärke solarabhängig.


Schalterstellung und zugehörige Funktionsweise:

Schalterstellung Lautstärke Sinkton bei Piepsspannung
0 leise sofort 1.2 V
1 leise 1 m/s 1.2 V
2 leise 3 m/s 1.2 V
3 leise 3.5 m/s 1.2V
4 mittel sofort 2.5V
5 mittel 1 m/s 2.5V
6 mittel 3 m/s 2.5V
7 mittel 3.5 m/s 2.5V
8 laut sofort 2.7 bis 3.7 V
9 laut 1 m/s 2.7 bis 3.7 V
A laut 3 m/s 2.7 bis 3.7V
B laut 3.5 m/s 2.7 bis 3.7 V
C schwerhörig sofort 2.7 bis 5V
D schwerhörig 1 m/s 2.7 bis 5V
E schwerhörig 3 m/s 2.7 bis 5V
F schwerhörig 3.5 m/s 2.7 bis 5V


Technische Daten:

- Pufferzeit bei vollem Kondensator ohne Sonneneinstrahlung: ca. 45 Minuten

- Ladezeit des Kondensators bei voller Sonneneinstrahlung bis zur Betriebsbereitschaft: ca. 45 Sekunden

- temperaturkompensiert

- frequenz- und intervallmodulierter Ton

- Größe: 53 x 37 x 19 mm (ca. Streichholzschachtelgröße)

- Meßbereich: 450 bis 1100 mBar, d.h. bis ca. 6000 m Höhe.


technische Änderungen vorbehalten